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Wirtschaftsraum Europa

Containerschiff im Hafen
© European Community

Mit der Erweiterung der Europäischen Union auf 27 Mitgliedstaaten ist der europäische Wirtschaftsraum der größte gemeinsame Markt der Welt. Zwei Drittel des gesamten EU-Handels entfallen auf den Handel zwischen den Mitgliedstaaten. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft profitiert hiervon in besonderem Maße: Im Jahr 2007 wurden von Deutschland Waren im Wert von rund 627 Mrd. ¤ in die Mitgliedstaaten exportiert.

Neben den Waren kommt auch den Dienstleistungen eine immer größere Bedeutung für den europäischen Binnenmarkt zu. Dienstleistungen stellen mittlerweile 60 bis 70 % der wirtschaftlichen Aktivität der EU dar und sind damit auch ein wichtiger Beschäftigungsfaktor. Die Dienstleistungsrichtlinie trat am 12. Dezember 2006 in Kraft und ist bis zum 28. Dezember 2009 in nationales Recht umzusetzen. Sie wird dazu beitragen, die noch bestehenden rechtlichen und administrativen Hindernisse für den Dienstleistungsverkehr zwischen den Mitgliedstaaten weitgehend zu beseitigen, so dass ein echter Dienstleistungsbinnenmarkt entstehen kann.

Ein funktionierender Binnenmarkt ist die Voraussetzung dafür, dass die europäische Wirtschaftskraft weiter steigt. Er ist nicht nur Grundlage für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen, sondern sichert Arbeitsplätze und bietet soziale Sicherheit in Zeiten der Globalisierung. So haben der freie Waren-, Dienstleistungs-, Kapital und Personenverkehr bei den über 490 Mio. Verbrauchern in Europa zu einem höheren Lebensstandard geführt. Sie können heute günstiger einkaufen, Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder einfacher reisen als noch vor 20 Jahren. Der maßgeblich auf einem funktionierenden Binnenmarkt beruhenden Wirtschaftsraum Europa ist damit ein Eckpfeiler unseres sozialen Wohlstands.




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